Fertig werden

Heute morgen sieht man die Monteure auf der Kabelbrücke über der Bürgermeister-Willand-Straße. Die Kabel sind schon eine Zeitlang weg, die Brücke wird nun abmontiert.

Das freut die Verkehrsteilnehmer. Der Pfosten in der Mitte war ein Sichthinderniss für die Linksabbieger. Nachdem er mit Holzplatten verschalt wurde, wohl weil jemand die Brücke mit einem Klettergerüst verwechselt hatte, war der Blick auf den Gegenverkehr eingeschränkt. Zusammen mit den weiteren Außenarbeiten an der Schule kehrt die Normalität zurück. Sehr schön.

Auch am Bahnhof geht es weiter, die Gleisbrücken sind soweit hergestellt und der Split auf dem Boden des Durchgangstunnels ist nun großteils weggeräumt. Auch das freut viele Bahnreisende. Hier erzeugen die Verbesserungen ein ganz anderes Problem: Die Abstellplätze für Fahrräder reichen schlicht nicht aus, ab 8:00 Uhr ist es schwer, das Rad irgendwo sicher anzubinden. Den Autofahrern geht es ähnlich. P&R Bahnhof Nord ist übervoll, vielleicht hilft ein Hinweisschild auf die Parkplätze am Schwanengraben, die Lage zu entspannen.

Dann gibt es noch die Baustelle direkt vor dem Bahnhof, die wohl große Einschränkungen für die nächsten drei Monate mit sich bringt. Hier kann man allen Betroffenen nur Geduld und Nerven wünschen. Veränderungen bringen eben auch vorübergehende Unwegbarkeiten mit sich. Aber das kann man bei einem Kaffee im Carrée der Heinrich-Engel-Anlage gut kompensieren. Der Coffee-Shop am Bahnhof hat dort Tische und Stühle aufgebaut, sodass man auch in der Sonne sitzend genießen kann.

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Es geht auch groß: musikalischer Zirkus

Das Blasorchester und die Jumbos als Jugendabteilung rufen am Muttertag zum “Zirkus Jumbolini”.

Eine tolle Show mit Artisten aus den Gesamtbabenhäuser Vereinen, einem Chor, einer “Zirkuskapelle”, die live spielte, ein phantastisches Bühnenbild – wer nicht da war, hat ein tolles Event verpasst. Es waren unterhaltsame zwei Stunden. Die Stadthalle war voll.

Und dann wurde der Abend noch schnell umgestaltet. Die Halle mußte nämlich noch am Abend wieder geräumt und besenrein gemacht werden. Und innerhalb kürzester Zeit steht man mit hochgekrempelten Ärmeln da, stapelt Stühle, baut Kulissen ab, räumt Musikanlage, Geräte, Tische, und irgendwie packen unheimlich viele Menschen mit an.

Nach den Seniorennachmittagen muss die Halle auch wieder aufgeräumt werden, allerdings sind da in erster Linie Tische und Stühle zu verstauen, hier waren auch Stellwände, schwere Bühnenteile und dergleichen wegzuräumen. Diese Aktion fand in einer Art selbstorganisierendem Chaos statt, viele suchten sich eine Ecke, wo sie glaubten, dass Ihre Hilfe willkommen sei, es bildeten sich spontane Gruppen, die sich gemeinsam einer Aufgabe verschrieben, und in kürzester Zeit war die Halle leer, das Material verladen, und alle Beteiligten hatten gemeinsam Spaß an der Aktion.

Es ist schwer nachvollziehbar, warum und wie so etwas zu Stande kommt, aber als Teil einer Gemeinschaft, die wir am Sonntagabend waren, möchte ich einfach mal “Danke” sagen. Solche Aktionen machen einfach nur Spaß.

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Ein guter Weg …

Heute Morgen in der Kirche: Ein kleiner Junge tritt während der Wandlung aus der Bank und geht schnurstraks die Treppe hinauf in den Altarraum. Offensichtlich ist die junge Frau, die als Kommunionhelferin dort steht, die Mutter des Kindes.

Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, in der ein Geistlicher “alter Schule” meine Heimatgemeinde geleitet hatte, an das Kopfschütteln der älteren Menschen, wenn mal jemand mit einem Kinderwagen an der Messe teilnahm und ein Kind schrie.

Es hat sich viel verändert. Der Junge stellt sich neben seine Mutter, die legt ihm die Hand auf die Schulter, und niemand wundert sich darüber. Großartig. Es gibt sicher noch viel, was in der Kirche verbessert werden muss. Das “lasset die Kinder zu mir kommen” ist jedenfalls angekommen. Eigentlich selbstverständlich, doch wenn man die Kirche vor 35 Jahren erlebt hat, sind solche Ereignisse wirklich wundervoll.

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Eine Kämpferin – eine Siegerin: Danke Margit

Am vergangenen Freitag fand die Trauerfeier für unsere langjährige Mitstreiterin Margit Fendt statt. Ihre Schwester und ihr Nachbar sprachen ergreifende Worte, denen in diesem Kreis kaum etwas hinzuzufügen war. Weder sprachen die anwesenden Vertreter der Vereine, in denen Margit aktiv war, noch ich selbst für die SPD-Fraktion und Partei.

Margit war in allem, für das sie sich engagierte, eine verlässliche Größe, offen, freundlich, hilfsbereit, organisiert. Sie war ein Mensch, dem man ohne Zögern die Kasse anvertraut.

Margit konnte hart arbeiten, wusste aber auch zu leben, zu feiern. Trotz mehrerer heftiger Schicksalsschläge – neben all ihren Rollen wie Tochter und Mutter war sie eine Kämpferin. Das Geheimnis ihrer Siege liegt wohl darin, dass sie selten gegen etwas kämpfte, sie kämpfte immer für etwas, hatte immer ein positives Ziel vor Augen.

Margit, unsere Welt ist ärmer geworden ohne Dich und wir sind traurig. Mehr als das aber wiegt: Unsere Welt wurde sehr viel reicher durch Dich, und wir sind dankbar, sehr sehr dankbar. Die Trauer wird weniger im Laufe der Zeit, die Dankbarkeit bleibt.

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Ecken und Kanten

In der Aerodynamik sind Ecken und Kanten unerwünscht, sie erzeugen Reibung, stören den Auftrieb – kurzum, sie sind unerwünscht. Auch in der Unfallverhütung werden scharfkantige Ecken als hinderlich oder gefährlich betrachtet.

Bei den Charakteren unserer Mitmenschen empfinden wir das ähnlich, wir stören oder reiben uns an den Kantigen viel eher als an den „Aerodynamischen“, denn ohne wirkliche Reibung empfinden wir oft eine Kante, die eigentlich eine eher seltene Gradlinigkeit zeigt, als unangenehm.

Unser Genosse Wolfgang Praunsmändel ist plötzlich und für alle hart von uns gegangen, gewaltsam, durch eigene Hand, ohne sichtbaren Grund. Was auch sein Beweggrund war, er war kein Konformist, hatte seine Ecken und Kanten, die seinen Mitmenschen manchmal schon zuviel waren.

Sieht man aber die vielen Menschen, die sich nicht engagieren, die lieber reibungsfrei mit dem Strom schwimmen, kann man zu dem Schluss kommen, das Reibung nicht nur zum Bremsen benötigt wird. Ecken und Kanten machen aus einem Rohdiamanten erst ein Kunstwerk, steigern seinen Wert erheblich.

So möchte ich Wolfgang als Diamanten in Erinnerung halten, als einzigartig, als wertvoll; und dankbar sein für die Ecken und Kanten, die den eigenen Blickwinkel aus der Konformität herausholen, neue Sichtweisen eröffnen.

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Es rockt in Mannheim

Am Dienstagabend gab es nach getaner Arbeit mal Genuss pur und laut.

In der SAP-Arena riefen die Helden der Rockmusik zur Party. “Rock meets Classic 2014” als 5. Veranstaltung dieser Art war der Hammer. Midge Ure und Kim Wilde waren gut bei Stimme, Mike Box & Bernie Shaw from Uriah Heep, Joe Lynn Turner und ein phantasticher Chor kraftvoller Stimmen, zusammen mit einem super Orchester junger Musiker aus Prag ließen es richtig krachen. Alice Cooper setze die Krone drauf. Zum großen Finale dann alle zusammen mit “School’s out!” – unvergeßlich!

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Gut, dass es Euch gibt, Kameraden in blau

Am Freitag vor 8 Tagen konnte ich zum ersten Mal die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt besuchen. Die dritte Einladung, die mir als Fraktionsvorsitzendem zugesandt wurde, konnte ich nun endlich wahrnehmen.

Ich selbst bin unter Blaulichtern groß geworden. Mein Vater hat in Brakel den Malteser Hilfsdienst gegründet und ihn bis 1982 als Stadtbeauftragter und auch als Zugführer der 2. Sanitätszugs Transport geleitet. Zu Hause standen fast immer Krankenwagen, etc. auf dem Parkplatz. Später habe ich selbst den Katastrophenschutz gewählt, um meine Verpflichtungen in Sachen Wehrdienst zu erfüllen. Im Rettungsdienst der Feuerwehr durfte ich während des Studiums mehrere Jahre mitarbeiten und die Kameradschaft und das Miteinander erleben.

So beeindruckend auch die Einsatzzahlen sind, die hier am Freitag präsentiert wurden, so wunderbar die Rückblicke auf die Jugendarbeit zeigen, dass die Feuerwehr die eigene Zukuft gestaltet, so bewegend der Bericht oft auch menschlich schwieriger Einsätze ist: Es sind nicht nur Technik und Ausbildung, die diese Truppe besonders machen. Es ist das Miteinander, der Einsatz füreinander und für andere in schweren Zeiten, die Übernahme von Verantwortung für Material, Kameraden und fremde Menschen, die diese Truppe herrausragen lassen.

Wann immer ich sie fahren höre, denke ich: Danke, dass Ihr das tut, und kommt heile zurück – alle!

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fleißige Hände

Derzeit kann man am Bahnhof die Arbeiten kam noch nachverfolgen. Wenn man am Abend heimkommt, sind schon wieder viele Dinge weiter vorangekommen. Sowohl bei den Arbeiten am Bahnhofsvorplatz als auch bei den Kanalarbeiten in der Bahnhofstraße wird eine hohe Schlagzahl vorgelegt. Wirklich beeindruckend.

Die neue Park&Ride Anlage wird hervorragend angenommen. Schon jetzt ist wegen Überfüllung ein wildes Parken zu beobachten. Bis P&R Süd fertig ist, sollten die spätankommenden Pendler Richtung Schwanengraben dirigiert werden. Dann ist zum Feierabend neben einem Besuch im CoffeeShop auch noch ein Einkauf im Norma und im Q23 “auf dem Weg”.

Nachtrag: Abends stellt man dann fest: das Pflaster liegt schon – Super!

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Baumbestand Bahnhof

Zum Thema Baumbestand Bahnhof gibt es ja nun unterschiedliche Standpunkte über sowohl das “ob” als auch das “wie” des Fällens der Linden.

Nachdem bereits im letzten Jahr die großen Linden wegen Krankheit gefällt wurden, wird nun die Fällung von 11 weiteren Bäumen bemängelt. Ich hatte auf einer Bahnfahrt eine interessante Diskussion mit einem Fachmann, der mir die Einschränkungen im Tiefbau zum Schutz des Wurzelwerks erklärt hat. Man muss den notwendigen Abstand einhalten, was derlei Arbeiten in der Tat stark behindert.

Was an der Diskussion leider von allen Seiten fehlt, ist die Tatsache, dass im Umfeld Bahnhof/P&R Nord / Hermann-Stotz-Str. bereits 30 neue Bäume gepflanzt wurden (wenn ich beim Vorbeifahren mit dem Rad richtig gezählt habe). Schade, dass bislang niemand diesen Aspekt ins Feld geführt hat.

Hier ein Foto aus der oberen Krone von einer der im letzten Jahr gefällten Linden. Im Stamm unten waren die Schäden deutlich größer, leider habe ich davon kein Foto.

Linde_Bahnhof

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Warum nun das hier? Noch eine Website, noch ein Blog, wozu?

Die ursprüngliche Idee zu dieser Website war eine Fingerübung.
Täglich fallen Daten an, die die Energiegewinnung durch Solarthermie (Wärme) und Photovoltaik (Strom) betreffen. Die stehen in irgendwelchen Tabellen; sie zu sortieren, in ihnen zu suchen und auf ihnen zu rechnen ist langweilig und aufwendig. Der Plan war, sie in eine Datenbank zu schreiben und dann automatisch auszuwerten, darzustellen, vergleichbar zu machen.

Ein Blog sollte es werden, weil es doch zu der einen oder anderen Thematik gerade auch in der Komunalpolitik etwas zu sagen gibt, was die Zeitungen eben nicht drucken, gerade wenn es aus der Richtung kommt, die man wohl als “Gegner” empfindet. Und Diskussionen mit ausgesprochen negativen Menschen, denen es mehr um das “Dagegen” geht als um tatsächtliche Auseinandersetzung mit Themen, sind verlorene Zeit.

Zum dritten ist dieser Blog ein Versuch, die positiven Seiten mitzubeleuchten. Ja, wo Licht ist, ist auch Schatten, das ist nicht wegzureden. Der Trend, nur den Schatten zu sehen und das Licht, das ihn ermöglicht, gar nicht wahrzunehmen, ist aber eine Selbstberaubung.

Meine Deutschlehrerin in der Mittelstufe hat nach Vorträgen immer zu Diskussionen aufgerufen. Der Ablauf von Frau Schulz war dabei stets derselbe. Wie bei “Dinner for one” begann Sie mit den Worten:
“Was gibt es zu diesem Vortrag zu sagen, zuerst das Positive …” (mit Betonung auf dem “ive”).
Heute weiß ich, dass man mit dieser Herangehensweise beim Gegenüber zunächst einmal Interesse und Wertschätzung bekundet, selbst aber auch gezwungen ist, nicht nur das Negative als Essenz herauszufiltern, sondern möglichst alle Aspekte aufzunehmen.

Dieser Blog soll daher sachlich sein, das Positive finden und bewerten, ohne vor den Schattenseiten zurückzuschrecken; mal sehen, ob das gelingt.

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