Wer sieht das – und wer behebt es?

Ich habe seit frühester Kindheit auch mit behinderten Menschen zu tun. Der Malteser Hilfsdienst hatte jahrelang den Fahrdienst für den Kindergarten in Erkeln übernommen, in dem körperlich wie geistig behinderte Kinder betreut wurden und ich bin oft mitgefahren und hatte viele Freunde in diesem Kindergarten aus dem ganzen Kreis Höxter.

Es macht mich betroffen, dass heute morgen eine Mitreisende mit Rad mich darauf aufmerksam machen musste, dass beim Umbau des Bahnsteigs ein wirklich dummer Fehler passiert ist. Der neue Bahnsteig ermöglicht KEIN barrierefreies Ein- und Aussteigen. Es gibt eine Stufe von 15 Zentimetern runter auf das Niveau des Zugeinstiegs. Der Weg mit einem Rollstuhl aus dem Zug heraus ist damit erheblich schwerer als notwendig. Obschon das ein Gewinn ist gegenüber der vorherigen Situation, so sollte die Bahn als Bauherr hier unbedingt Nachbesserung verlangen. Die Investition wird über Jahrzehnte abgeschrieben, und eine nächste Änderung ist innerhalb der nächsten mindestens 30 Jahre mehr als unwahrscheinlich.
Radfahrer kommen mit der Situation wohl klar, der Baumangel ist unbequem. Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzern, von denen es immer mehr gibt, denn wir werden alle älter, haben hier weiter schwere Hürden zu nehmen.
Es ist sicherlich ärgerlich, dass die Treppe wohl neu gemacht werden muss, wenn eine ganze Stufe zu viel da ist, und die Fahrgäste werden erneut beeinträchtigt. Das ist aber allemal besser, als die nächsten 30-50 Jahre mit dieser unvollständigen Lösung leben zu müssen. Die Höhe des Einstiegs in die Waggons mit Bezugspunkt zur Gleisoberkante sollte aber eine bekannte Größe sein. Sollte die Bahn da keine Zahlen haben, können sie es in Darmstadt oder Dieburg nachmessen, dort passt es.

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